30. September 2026

Mutig glauben, mutig handeln – gemeinsam ins neue Schuljahr 26/27

Ein neues Schuljahr beginnt. Für die einen bedeutet das: bekannte Gesichter, vertraute Räume und ein Stück Alltag. Für andere ist fast alles neu. Besonders für unsere 22 neuen Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen begann mit diesem Schuljahr ein ganz besonderer neuer Abschnitt.

Zum gemeinsamen Start feierten wir unseren ersten Schuljahresgottesdienst im Schulgarten. Bei strahlender Gemeinschaft und mit dem Lied „Sei mein Licht“ richteten wir unseren Blick auf das, was vor uns liegt und auf den, der uns dabei begleitet.
Passend zu unserem diesjährigen Schuljahresmotto „Mutig glauben, mutig handeln“ griff unser Schulleiter Marco Baumelt und Julia Breuninger in einem kurzen Dialog zwischen „Zweifel“ und „Hoffnung“ die Fragen auf, die viele von uns kennen: Was, wenn ich Angst habe? Was, wenn ich scheitere? Was, wenn etwas schwierig wird? Und was bedeutet es eigentlich, mutig zu sein?
Die Antwort der Bibel ist dabei überraschend ehrlich: Glaube bedeutet nicht, dass uns im neuen Schuljahr nichts Schwieriges begegnen wird. Gott verspricht Josua nicht, dass alles gut und einfach werden wird. Er verspricht ihm etwas anderes: „Fürchte dich nicht und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin mit dir, wohin du auch gehst.“
Auch die Worte aus Psalm 23 machen deutlich: Es kann dunkle Täler geben, aber wir müssen nicht allein durch sie hindurchgehen. Gott geht mit. Und genau darin liegt die Verbindung zu unserem Schuljahresmotto: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, sich trotz der Angst auf den nächsten Schritt einzulassen.

Gerade für unsere neuen Fünftklässler wurde diese Botschaft an diesem Morgen besonders greifbar. Ein neuer Klassenraum, neue Mitschülerinnen und Mitschüler, neue Lehrer und viele unbekannte Situationen können Mut erfordern. Aber auch für die älteren Schülerinnen und Schüler hält das neue Schuljahr Herausforderungen bereit: Klassenarbeiten, Freundschaften, Entscheidungen, Veränderungen oder die Angst, etwas nicht zu schaffen.

Ein besonders persönliches Zeugnis gab anschließend unsere Schülersprecherin Lina. Sie erzählte davon, was ihr ihr Glaube bedeutet und wie sie erlebt, dass Gott sie durch schwierige Zeiten trägt. Ihre Geschichte machte deutlich: Glaube heißt nicht, dass Gott jede Krankheit oder jedes Problem einfach wegnimmt. Aber er bedeutet, dass man auch in schweren Zeiten nicht allein ist. Gott trägt auch und gerade dann, wenn man den Ausgang noch nicht kennt.
Diese persönliche Erfahrung gab der Botschaft des Gottesdienstes eine besondere Tiefe. Es geht nicht darum, sich selbst einzureden: „Ich schaffe alles.“ Und es geht auch nicht darum zu glauben, dass uns niemals etwas Schweres passiert. Es geht darum, darauf zu vertrauen: Gott ist da. Er trägt mich. Und deshalb kann ich den nächsten Schritt gehen.

Vielleicht bedeutet „mutig handeln“ in diesem Schuljahr manchmal etwas ganz Kleines: auf jemanden zugehen, der allein ist. Für jemanden einstehen. Um Vergebung bitten. Hilfe annehmen. Etwas Neues ausprobieren, obwohl die Angst vor dem Scheitern da ist. Oder Gott etwas anvertrauen, das einen schon lange beschäftigt.

Mit dem Segen der Schulleitung ging die Schulgemeinschaft schließlich in das neue Schuljahr, mit einer Zusage, die für alle gilt: Gott ist mit uns. Alle Tage.
Auch montags. In der ersten Stunde. Bei der Klassenarbeit. Wenn etwas gelingt. Wenn etwas schiefgeht. Wenn wir uns sicher fühlen und wenn wir uns unsicher fühlen.

So dürfen wir als Schulgemeinschaft in dieses neue Schuljahr starten: mutig glauben und aus diesem Glauben heraus mutig handeln.