Manche Schulfahrten bleiben einfach hängen, genau so eine war die Fahrt der 9. Klasse vom 23. bis 25. März nach München.
Schon früh am Montagmorgen um 6:00 Uhr startete die Reise an der FESM. Noch etwas müde, aber voller Vorfreude ging es mit dem Bus zunächst Richtung Breisach, wo eine weitere 9. Klasse dazustieß. Schnell wurde aus einer Fahrt ein gemeinsames Erlebnis unterwegs in Richtung der bayerischen Landeshauptstadt München.
Technik, Raumfahrt und Staunen im Deutschen Museum
Ein echtes Highlight war der Besuch des Deutschen Museums. Hier wurde Lernen plötzlich greifbar. Statt trockener Theorie standen echte Experimente, beeindruckende Maschinen und faszinierende Einblicke in die Welt von Technik und Wissenschaft im Mittelpunkt.
Besonders die Bereiche rund um Raumfahrt und das Universum sorgten für große Augen: Satelliten, Modelle, echte Forschung und dieses Gefühl, dass Wissenschaft nicht nur im Buch stattfindet, sondern mitten im Leben.
Ein Blick in den Himmel – im wahrsten Sinne
Ein weiterer besonderer Moment war der Besuch einer Sternwarte. Als der Blick in den Himmel ging und der Mond durch die Teleskope sichtbar wurde, wurde es stiller als sonst. Für viele war das einer dieser Augenblicke, die man nicht erklärt bekommen muss, man erlebt sie einfach.
Und vielleicht passte genau diese ruhige Stimmung auch perfekt dazu: Einige waren von der vielen frischen Luft und den langen Eindrücken des Tages so müde und entspannt, dass sie währenddessen anscheinend sogar kurz eingenickt sind.
Spuren der Geschichte mitten in der Stadt
Ein zentraler Bestandteil der Fahrt war die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus direkt vor Ort in München. Die Schülerinnen und Schüler folgten dabei historischen Spuren, die bis heute im Stadtbild sichtbar sind – unter anderem am Bürgerbräukeller, einem Ort, der eng mit dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923 verbunden ist. Ebenso wurde die ehemalige Führerbau (Kongresshalle / „Herrenhalle“) am Königsplatz in den Blick genommen, die als repräsentativer Bau des NS-Regimes diente.
Im Rahmen der historischen Stadtführung wurden außerdem weitere bedeutende Orte wie die Feldherrnhalle sowie das Alte Rathaus besucht, die ebenfalls eng mit verschiedenen Epochen der Münchner Stadt- und Zeitgeschichte verbunden sind.
Diese Orte machten deutlich, wie präsent Geschichte im Stadtraum bleibt und wie wichtig es ist, sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen.
Begegnungen, die Perspektiven öffnen
Auch der Besuch des ICF München gehörte zur Reise. Hier ging es um Begegnung, Gemeinschaft und darum, wie unterschiedlich Glaube und Zusammenleben heute gelebt werden können.
Geschichte, die unter die Haut geht
Der wohl eindrücklichste Moment der gesamten Fahrt war am letzten Tag der Besuch der KZ-Gedenkstätte KZ Dachau auf der Rückfahrt am Mittwoch. Die Führung dort hat niemanden unberührt gelassen. Ein stiller, intensiver Moment, der deutlich gemacht hat, warum Erinnerung so bedeutend ist.
Drei Tage, die bleiben
Am Mittwochabend kehrte die Klasse abends zurück an die FESM – müde, aber sichtbar beeindruckt. Es waren drei Tage voller gemeinsamer Erlebnisse, neuer Perspektiven und echter Eindrücke, die weit über den Unterricht hinausgehen.
Es war eine Klassenfahrt, die zeigt, was Schule auch ist: lebendig und berührend.