28. April 2026

Gutenbergprojekt

Projekt Gutenberg mit dem Bibellesebund – die Bibel wird erlebbar

An zwei besonderen Projekttagen durften wir den Bibellesebund an unserer Schule begrüßen. Mit dem Gutenbergprojekt wurde die Geschichte der Bibel auf anschauliche und lebendige Weise für unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 erfahrbar gemacht.
In verschiedenen Stationen gingen die Kinder auf eine spannende Zeitreise in die Welt vor Gutenberg und zur Zeit der Reformation. Dabei wurde deutlich, wie anders das Leben ohne Strom, Schule in heutiger Form und ohne gedruckte Bücher war.

Ein Schwerpunkt lag auf der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Die Kinder lernten einzelne bewegliche Lettern, Bleitypen, Druckerschwärze und die Druckpresse kennen und konnten nachvollziehen, welche bahnbrechende Bedeutung diese Erfindung für die Verbreitung von Wissen hatte.
Auch die „B42“ – die Gutenberg-Bibel – wurde in Form eines Faksimiles betrachtet. Ebenso wurde die Übersetzung der Bibel ins Deutsche durch Martin Luther thematisiert und in einem kurzen Animationsfilm anschaulich vermittelt. Dabei wurde deutlich, wie eng diese Entwicklungen mit der Entstehung von Bildung und Schule verbunden sind.

Ein besonderer Gedanke zog sich durch alle Stationen: die Bibel als Botschaft Gottes und als „Brücke zu Gott“, die über Generationen hinweg weitergegeben und vervielfältigt wurde, bis heute.
Darüber hinaus durften die Kinder an verschiedenen Stationen spannende Exponate entdecken und selbst erkunden – darunter historische Darstellungen wie ein Ablassbrief sowie besonders eindrücklich eine Bibel in Brailleschrift. Diese Begegnungen eröffneten neue Perspektiven auf die Vielfalt und Bedeutung der Bibel.

Im praktischen Teil durften die Kinder schließlich selbst aktiv werden und einen eigenen Bibelvers drucken. Anschließend gab es noch eine besondere Mitmach-Überraschung: Jedes Kind erhielt einen Turnbeutel und durfte sich aus verschiedenen Materialien aussuchen – darunter ein Malbuch, ein Heft mit Geheimschrift, ein Neues Testament und ein Abreißkalender. Dabei stand nicht der Konsum, sondern das freie Entdecken und Freuen im Mittelpunkt.

Es waren zwei bereichernde Tage, die Geschichte, Glauben und Lernen auf besondere Weise miteinander verbunden haben und unseren Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben werden.