Eigentlich war alles perfekt vorbereitet: Am Tag vor den Fastnachtsferien sollte es für unsere Schülerinnen und Schüler hoch hinaus gehen, zum Skifahren und Schneeschuhwandern auf den Feldberg. Die Vorfreude war riesig, die Wintersachen gepackt, die Stimmung bestens.
Doch dann kam der Regen. Viel Regen. So stark, dass der Bus den Feldberg nicht mehr anfahren konnte.
Wintersport? Fehlanzeige. Zumindest dachten das einige.
Plan B? Wird zu Plan A mit Matschfaktor!
Kurzerhand entschieden unsere Lehrkräfte um. Statt Skipiste ging es gemeinsam auf eine Wanderung durch den regennassen Schwarzwald. Und ja, es war matschig. Sehr matschig. Schuhe versanken im Boden, Jacken wurden nass, Haare zerzaust. Aber es wurde gelacht, gerutscht und gegenseitig geholfen.
Aus einem vermeintlich „verregneten“ Wintersporttag wurde ein echtes Gemeinschaftserlebnis. Es wurde geredet, gescherzt, sich gegenseitig hochgeholfen, wenn der Weg besonders rutschig war. Genau solche Momente sind es, die zusammenschweißen und die man nicht planen kann.
Eis statt Matsch – Klasse 5 gleitet davon
Unsere Fünftklässler blieben vom Matsch verschont: Für sie ging es zum Schlittschuhlaufen. Mit roten Wangen und strahlenden Gesichtern drehten sie ihre Runden in der Eishalle in Freiburg, feuerten sich gegenseitig an und halfen sich auf, wenn jemand ins Straucheln geriet. Auch hier stand nicht die perfekte Technik im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben.
Mehr als ein Wintersporttag
Was diesen Tag besonders gemacht hat, war nicht das Programm. Es war die Haltung dahinter.
Wir wissen doch alle: Nicht immer läuft alles nach Plan. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott Wege vorbereitet, die wir vielleicht so nicht erwartet hätten. Und manchmal führen genau diese Wege, auch wenn sie matschig sind, zu den schönsten Momenten.
Unsere Lehrkräfte haben spontan umgedacht, Verantwortung übernommen und aus einer schwierigen Situation etwas Wertvolles gemacht. Unsere Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, wie viel Freude, Teamgeist und Dankbarkeit in ihnen steckt.
Am Ende des Tages waren die Hosen schmutzig, die Schuhe durchnässt, aber die Herzen erfüllt.
Und genau das ist es doch, was eine Gemeinschaft ausmacht: das Miteinander, Herausforderungen annehmen, mit Gottvertrauen vorangehen (auch wenn die Strecke anders ist, als gedacht) und gemeinsam lachen - egal bei welchem Wetter.
Vielleicht war es nicht der geplante Wintersporttag.
Aber es war ein Tag, den niemand so schnell vergessen wird.
Und wir finden: Genau solche Tage braucht Schule.