15. Dezember 2025

Realschulweihnachtsgottesdienst 2025

Am Freitag, den 12. Dezember 2025, wurde es still inmitten des Trubels der Vorweihnachtszeit. Still – und gleichzeitig voller Leben.

Die Realschule kam zusammen, um Weihnachten zu feiern. Nicht laut, nicht aufdringlich. Sondern so, wie es gemeint ist: nah, ehrlich und berührend.

In den Räumen der Freien Christengemeinde Müllheim (SEINHAUS), dort, wo unsere Schule vor zehn Jahren in zwei Klassenzimmern ihren Anfang nahm, versammelten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern, Großeltern, Geschwister. Menschen verschiedener Generationen – verbunden durch einen gemeinsamen Moment.

Den Anfang machte unser Musiklehrer Gaspar Garcia mit seinem Saxophon. Die Töne füllten den Raum, weich und tragend, und schienen all das ein wenig leiser zu machen, was man von draußen mitgebracht hatte. Gespräche verstummten. Gedanken kamen zur Ruhe.

Dann traten unsere beiden Schülersprecher Lina, Ben sowie Emmi nach vorne, gemeinsam mit Annette Müller, die den Gottesdienst vorbereitet hatte. Ihre Begrüßung war schlicht – und gerade deshalb so stark.

"Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Mehr brauchte es nicht.

Das erste Lied „Höher“ verband Stimmen, Generationen und Gedanken. Für einen Moment war da kein Publikum und keine Bühne – nur gemeinsames Singen.

Die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium wurde anschließend von Schülerinnen und Schülern der R6 und R7b gelesen und gespielt. Ohne große Effekte, aber mit viel Hingabe.

Während im Hintergrund leise Hirtenmusik aus Israel erklang, entstand etwas, das sich kaum beschreiben lässt: Bethlehem fühlte sich plötzlich nicht fern an. Die Geschichte wirkte nah, greifbar, gegenwärtig.

Mit dem zweiten Lied „Go tell it on the mountain“ füllte sich der Raum wieder mit Kraft und Freude. Alle fünf Verse. Stimmen, die sich trugen. Lächeln, die sich begegneten.

Ein besonderer Moments auch, weil die Schülerband sowie der Schülerchor die musikalische Begleitung während des gesamten Gottesdienstes gestaltete. Man konnte die Gemeinschaft förmlich hören.

Als Annette Müller zur Andacht nach vorne kam, zog sie eine kleine Babywiege hinter sich her. Daneben Symbole: ein Herz, eine Dornenkrone, Nägel.

Ihre Worte waren ruhig, klar, fast zurückhaltend und gerade deshalb so eindringlich.

Sie sprach von einem Baby. Von Verletzlichkeit. Von einem Gott, der sich klein macht.

Und davon, dass Weihnachten nicht beim Stall stehen bleibt, sondern weiterführt – bis zum Kreuz.

Nicht aus Pflicht. Sondern aus Liebe.

Am Ende erhielt jede Klasse ein Holzkreuz. Kein großes Geschenk, kein lautes Zeichen.

Ein stilles Symbol. Von der Krippe zum Kreuz.

Bevor sich alle wieder auf den Heimweg machten, trat Senior Pastor Dietmar Griebenow nach vorne und sprach den Segen.

Worte, die nicht festhielten, sondern mitgingen. In den Alltag. In die Wochen danach. In das, was kommt.

Vielleicht war das Besondere an diesem Gottesdienst, dass nichts bewiesen werden musste.

Dass Kinder einfach Kinder sein durften.

Dass Glaube nicht erklärt, sondern gelebt wurde.

Und dass man spürte: Manche Dinge tragen und zwar gerade dann, wenn sie leise sind.