Weihnachten erleben – Der Weihnachtsgottesdienst unserer Grundschule 2025
Am vorletzten Freitag vor den Ferien kamen Kinder, Eltern und Lehrkräfte zusammen, um Weihnachten zu feiern – nicht als Programmpunkt, sondern als gemeinsames Erleben.
Es war ein Vormittag voller Musik und Staunen. Und voller Augenblicke, die man nicht einfach wieder vergisst.
Sanfte Gitarrenklänge von unserem Musiklehrer Markus Klemke eröffneten den Gottesdienst. Die Musik legte sich wie ein warmer Mantel über den Raum. Gespräche verstummten, die Kinder wurden ruhig. Man spürte: Jetzt beginnt etwas Besonderes.
Die Klasse 1 brachte mit dem Lied „Es ist wieder Weihnachten“ Leichtigkeit und Freude hinein. Die Kinder sangen mit strahlenden Augen – ehrlich, ungekünstelt, ganz bei der Sache. Weihnachten war plötzlich da.
Grundschulleiterin Sarah Haidu begrüßte alle Anwesenden und erinnerte daran, warum wir zusammengekommen waren: weil Gott uns Weihnachten schenkt. Seine Nähe. Sein Licht. Sein Kommen in unsere Welt.
Beim gemeinsamen Lied „In der Nacht von Bethlehem“ sangen Kinder und Erwachsene Seite an Seite. Stimmen, die sich trugen. Ein Raum, der gemeinsam atmete.
Ein besonderer Moment folgte mit dem Theaterstück „Der Weg zur Krippe“.
Vier Hirten machen sich auf den Weg zu Jesus. Einer von ihnen geht an Krücken. Er zweifelt. Ob die Geschichte wirklich stimmt. Ob sich der Weg lohnt.
Einige gehen voraus zur Krippe, aber der fußlahme Hirte wird nicht allein gelassen. Seine Freunde bleiben bei ihm und gehen schließlich später gemeinsam los.
Als sie an der Krippe ankommen, ist das Baby nicht mehr da. Nur der Eindruck bleibt, dass jemand hier gelegen hat.
Und mit ihm ein Gefühl: Hier ist etwas Heiliges geschehen.
Sie beschließen, zurückzugehen. Ein Feuer zu machen. Und dann geschieht das Unerwartete:
Ihr Freund merkt plötzlich, dass er ohne Krücken laufen kann.
Kein großes Wort war nötig. Die Kinder im Publikum verstanden. Und viele Erwachsene auch:
Manchmal verändert sich etwas auf dem Weg, auch wenn man zu spät zu sein glaubt.
Den tiefsten Eindruck hinterließ die Andacht von Regina Eser. Sie sprach von drei Mal Weihnachten.
Vom ersten Weihnachten – der Geschichte aus dem Lukasevangelium, in der Gott selbst Mensch wird.
Vom zweiten Weihnachten – im Theaterstück, wo ein zweifelnder Hirte Hoffnung und Heilung erlebt.
Und dann vom dritten Weihnachten. Ihrem ganz persönlichen.
Sie erzählte davon, dass ihre Mutter im letzten Jahr kurz vor Weihnachten gestorben war. Eine schwere Zeit. Voller Trauer.
Auch Monate später, im Sommer, war die Traurigkeit plötzlich wieder da.
Und dann sagte ihre kleine Enkelin einen Satz, ganz leise, ganz selbstverständlich:
„Aber du hast ja mich.“
In diesem Moment, so erzählte Frau Eser, war es, als hätte Jesus selbst zu ihr gesprochen:
Du bist nicht allein. Ich bin da. Du hast ja mich.
Im Raum wurde es ganz still. Viele Eltern sagten später, dass genau dieser Moment sie tief bewegt habe.
Nach der Andacht erfüllte ein Flötenspiel den Raum – zart und ruhig.
Die Klasse 4 brachte anschließend mit „Party für Jesus“ wieder Lebendigkeit hinein. Bewegung, Lachen, Freude.
Die Klassen 3 und 4 sprachen Dank und Fürbitten. Worte, die zeigten, was Kinder bewegt – ehrlich und vertrauensvoll.
Zum Abschluss sang die Klasse 2 „Freude, Freude“. Ein Lied, das wie ein Ausklang und zugleich wie ein Ausblick war.
Bevor alle wieder auseinander gingen, sprach Senior Pastor Dietmar Griebenow den Segen.
Ruhige Worte, die mitgingen – in die Ferien, in die Familien, in das, was jeder Einzelne mit nach Hause nahm.
Vielleicht war das Besondere an diesem Gottesdienst nicht das, was gesagt oder gezeigt wurde.
Sondern das, was spürbar war:
Dass Kinder glauben dürfen.
Dass Zweifel Platz haben.
Dass Trost manchmal in einem einfachen Satz liegt.
Und dass Weihnachten genau dort geschieht – mitten im Leben.